Der zweite Monat unserer Weltreise – Zwischen Hochs und Tiefs
Ich sitze gerade auf der Veranda eines Wasserbungalows auf der Insel Pulau Seram. Es ist 19:56 Uhr, und unter mir sehe ich anstelle des türkisblauen Meeres eher schwarze Schatten. Wer sich fragt, wo Pulau Seram liegt: irgendwo im Nirgendwo – genauer gesagt, auf den Molukken in Indonesien. Wie wir hierhergekommen sind? Das erzähle ich in einem meiner nächsten Beiträge. Heute soll es erst einmal darum gehen, wie die letzten Wochen für uns verliefen und wie sich der zweite Monat unserer Weltreise angefühlt hat. Ich weiß, ich bin etwas spät dran – schließlich ist fast schon Mitte Dezember – aber irgendwie habe ich die letzten Tage nicht den Drang verspürt, für die Öffentlichkeit zu schreiben. Also here we go!

Als Leon und ich beschlossen, auf Weltreise zu gehen, war uns von Anfang an klar, dass wir die Dinge realistisch betrachten und nicht mit der Erwartung reisen wollten, uns 24/7 in einem Dauer-High zu befinden. Wir wussten, dass Herausforderungen kommen würden und neben den vielen tollen Erlebnissen auch unangenehme Situationen auftreten könnten. Schon im ersten Monat merkten wir, dass man im Gegensatz zu einem normalen Urlaub seine Probleme nicht einfach zu Hause lassen kann. Man nimmt sie mit. Auf Reisen muss man sich aktiv mit ihnen auseinandersetzen – und Kommunikation ist dabei das A und O.
Das hat sich im zweiten Monat unserer Reise noch einmal intensiver gezeigt – dieses Mal gefühlt in einer verstärkten Version. Aber hey, diese Herausforderungen werden von all den wunderbaren Erlebnissen ausgeglichen, die (zum Glück) fast täglich passieren. Ob ich mich bis zum Ende unserer Reise an diesen andauernden Gefühlscocktail gewöhnen werde? Keine Ahnung. Aber irgendwann wird sicherlich alles etwas routinierter. Fangen wir von vorn an.
Wie es uns in Indonesien ergangen ist
Seit Anfang November sind Leon und ich in Indonesien unterwegs. Nach unserem ersten Fazit aus dem Oktober war uns klar, dass wir uns den Stress nehmen und länger in nur einem Land bleiben wollten. Indonesien bietet dafür die perfekte Mischung aus Abwechslung und einer Kultur, die sich je nach Insel unterscheidet – so wird es nicht langweilig. Was wir allerdings (wie auch schon auf den Philippinen) unterschätzt haben, ist, wie riesig das Land ist und wie viele Inseln es tatsächlich gibt.
Zwischen Inspiration und unterschiedlichen Bedürfnissen in Bali
Unsere erste Station war Bali. Zu Bali habe ich in einem früheren Beitrag bereits meine Meinung geteilt. Für uns war Bali aufwühlend, weil wir so gespaltene Meinungen zu dem Ort hatten. Im Vergleich zu den Orten, die wir zuvor in den Philippinen und Indonesien besucht hatten, fühlte sich Bali weniger entspannt an. Leon geht mittlerweile sogar so weit zu sagen, dass er das Bali, das wir erlebt haben, nicht wirklich mag. Im Vergleich zu Lombok verstehe ich ihn schon – der Vibe ist einfach speziell. Dennoch finde ich, dass Bali ein prima Einstieg für eine Reise durch Indonesien war. Außerdem hat es uns ermöglicht, etwas zur Ruhe zu kommen, da vieles hier doch recht einfach und unkompliziert ist.
Während wir uns ein eigenes Bild von Bali machten und die schönen Seiten genossen (die atemberaubenden Sonnenuntergänge, die spannende Kultur und die fancy Spots), zeichnete sich allmählich ein neues Thema ab: Freiheit und Individualität während man als Paar reist. Denn unsere Interessen und Wünsche gingen auf Bali weiter auseinander, als wir erwartet hatten. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich mehr Freiraum benötige. In Berlin konnte ich mir diesen Freiraum einfach nehmen, hier muss ich ihn „einfordern“. Leon kann schließlich nicht meine Gedanken lesen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn so einfach zu sagen „Jeder macht sein Ding“ – das ist in der Praxis gar nicht so leicht. Kommunikation und Absprache sind gefragt, schließlich sitzen wir in einem Boot und wollen den anderen nicht einfach „rauswerfen“. Dieses Thema hat sich tatsächlich noch durch den gesamten November gezogen – dazu später mehr.
Gefühlschaos in Lombok
Nach Bali ging es weiter nach Lombok, wo wir längere Zeit im Küstenort Kuta verbrachten. Dort haben wir uns in einer Co-Working-Villa eingemietet und hatten das Glück, mit drei richtig sympathischen Mitbewohnern zusammenzuleben. Unsere Interessen und Skills haben einander ergänzt, was die Zeit dort wirklich geprägt hat. Es ist schon ein besonderes Gefühl, mit völlig Fremden zusammenzuleben und nach kurzer Zeit eine Art Freundschaft aufzubauen. Es gab natürlich auch anstrengende Momente, aber die meiste Zeit fühlte sich alles leicht und spaßig an. Irgendwie hat sich unser Alltag hier so „normal“ angefühlt – fast so, als wäre Kuta unser neues Zuhause. Leon und ich haben schon angefangen zu träumen, dass wir zu einem anderen Zeitpunkt wieder hierherkommen und vielleicht sogar länger bleiben.
Kuta hat für mich ein bisschen Bali-Vibes, nur viel entspannter – mit perfekten Stränden, Surfspots und einem großen und wirklich guten Sport- und Restaurantangebot. Obwohl die Zeit dort wirklich schön war und wir ein regelrechtes High-Gefühl erlebten, hatte ich in den 18 Tagen auf Lombok mit mir selbst zu kämpfen. Ich war phasenweise traurig, konnte das Erlebte nicht richtig wertschätzen und fühlte mich teils unsicher oder nicht mit mir im Einklang. Ich weiß inzwischen, dass ich mir selbst zu viel Druck gemacht habe. „Ich bin auf Weltreise – also habe ich gefälligst glücklich und stets dankbar zu sein“. Diese Erwartung hat mich (wie ihr euch vorstellen könnt) wahnsinnig gemacht. Aber hey, auch das gehört dazu und inzwischen habe ich verstanden, dass auch negative Gefühle da sein dürfen – und dass ich die einzige Person bin, die mich für diese Gefühle verurteilt.
Naja, während ich also damit gestruggelt habe, kam dann aus heiterem Himmel unser erster Mopedunfall, als uns ein betrunkener Idiot beim Abbiegen hinten hineingefahren ist. Uns ist glücklicherweise nichts passiert (ihm auch nicht), was damit auch das Ende der Geschichte hätte sein können. Ich betone: hätte. Dieser Typ hat sich lieber dazu entschieden, uns das Leben kurz zur Hölle zu machen, indem er sich zuerst nicht einmal entschuldigte, sondern uns auf offener Straße anschrie und uns dazu zwingen wollte, ihm viel Geld zu bezahlen (dafür, dass er uns reingefahren ist?!). Das ging so weit, dass er uns mit dem Leben bedroht hat, falls wir ihm das Geld nicht geben. Er hatte tatsächlich einen Schaden an seinem Roller, wir allerdings auch. Das war dann auch das erste Mal, dass ich seit dem Start der Reise Angst hatte. Im Nachhinein weiß ich, dass er wohl nicht wirklich Ernst gemacht hätte, aber wenn dir jemand in die Augen schaut und sagt: “I will kill you”, kann man auch nicht mehr ganz klar denken. Nach fast einer Stunde Diskussion haben wir ihm dann doch 20 Euro gezahlt und konnten endlich wegfahren. Das hat definitiv Spuren bei Leon und mir hinterlassen. Das Traurige daran ist, dass Leon und ich direkt davor einen der witzigsten Abende unserer bisherigen Reise hatten, bei dem wir eine Stunde lang nachts im Meer badeten und uns fühlten, als wären wir mit dem Sternenhimmel verschmolzen. Und dann so etwas. Vielleicht versteht ihr jetzt, was ich mit dem Gefühlscocktail meine. Auf extreme Highs kommen extreme Lows.
Nach der Situation brauchten Leon und ich erst einmal Abstand. Wir fuhren ins Landesinnere von Lombok nach Tetebatu. Um richtig loszulassen, hat es uns dann geholfen, an den Ort, an dem es passiert ist, noch einmal zurückzukehren und wieder positive Erinnerungen damit zu verknüpfen.
Dass wir wieder zurück nach Kuta gefahren sind, lag auch an einem inspirierenden Schweizer Pärchen, das Leon und ich im Inland von Lombok, in Tetebatu, kennengelernt haben. Erst einmal zum Inland von Lombok: WOW. Das wirkte so unberührt und schön, und alle Leute dort waren unglaublich herzlich. Zurück zum Schweizer Pärchen: Die beiden haben vor ein paar Monaten ein Resort am Strand eröffnet, das bisher noch nicht so gut läuft. Nach einem kurzen Blick auf den Online-Auftritt und die Buchungsplattformen haben Leon und ich schnell gesehen, woran es hapert. Also haben wir den beiden angeboten, ihnen zu helfen, was sie direkt dankend angenommen haben. Schon im Gespräch im Restaurant hatten wir das Gefühl, dass wir auf einer Wellenlänge schwimmen – was sich auch bewahrheiten sollte.
Für Leon und mich war es das erste Mal, dass wir zusammenarbeiteten. Das war insofern toll, weil ich gemerkt habe, wie gut unsere Skills sich ergänzen und wie viel Spaß es macht, mal wieder produktiv zu sein. Schließlich ist es inzwischen schon vier Monate her, seitdem ich nicht mehr arbeite (verrückt, wie schnell die Zeit vergeht!). Uns hat es aber auch viel Spaß bereitet, mit Locals zusammenzuarbeiten – auch wenn unsere Geduld hier mal wieder extrem auf die Probe gestellt wurde. Arbeiten in Deutschland und Arbeiten in Indonesien könnten sich wahrlich nicht stärker unterscheiden – aber genau davon kann man auch etwas lernen! Für Leon und mich war die Arbeit eine gelungene Abwechslung. Für den Moment haben wir aber gemerkt, dass wir unser Augenmerk primär auf das Reisen legen wollen. Denn es gibt noch so viel, das wir richtig erleben und erkunden und so viel, an dem wir uns ausprobieren wollen.
Das ist auch etwas, was den zweiten Monat unserer Weltreise ausgemacht hat: viele Dinge zu probieren und auszubauen, die uns begeistern und Freude machen. Dazu zählt etwa, wie ich meine Surfskills ausbauen und Leon seine aufbauen konnte, ein Teil von inspirierenden touristischen Angeboten zu sein (z. B. Project Hiu oder The Offsite) oder einfach nach den schönsten Sonnenuntergängen der Insel zu suchen.

Am Ende unserer Zeit in Lombok wurden wir erneut herausgefordert. Zuerst damit, Entscheidungen zu treffen. Wow, es ist verrückt, wie schwer man sich damit tun kann, eine Entscheidung zu treffen?! Der berühmte Vulkan Rinjani lockte, aber das Wetter spielte nicht mit. Die doch sehr eindrucksvolle Wanderung abzusagen, fiel uns nicht leicht. Noch schwieriger fiel uns die Entscheidung, wohin wir als Nächstes reisen sollen – schließlich gibt es in Indonesien einfach so viele Möglichkeiten.
Bei der ersten Entscheidung haben wir gemerkt, dass, wenn man eine Sache loslässt, dafür etwas Unerwartetes und Schönes an die Stelle treten kann (in unserem Fall eine Roller-Tour mit einer alternativen Wanderung, welche uns eine verborgene und wunderschöne Seite der Insel gezeigt hat). Bei der zweiten Entscheidung kann ich sagen: Man kann drei Tage darüber diskutieren, alle Möglichkeiten durchgehen und sich zu Tode recherchieren, aber es bringt nichts. Denn wenn man sich für eine Sache entscheidet, entscheidet man sich automatisch gegen eine andere. Man kann eben nicht alles haben. Das tut weh, aber man kann vorher nicht wissen, was einen erwartet. Also haben wir darauf gehört, worauf wir Lust haben, und das hieß: Abenteuer und etwas von der Welt entdecken, das bisher noch nicht viele Menschen entdeckt haben.
Lombok haben wir deshalb beide mit unglaublich viel Dankbarkeit, vielen tollen Erinnerungen sowie hilfreichen Learnings verlassen – definitiv mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zu dem Zeitpunkt der Reise hätte ich gesagt, dass der zweite Monat der Reise ein Up and Down war, aber definitiv worth it. Ich hätte gesagt, dass ich mir sicher bin, dass die Struggles weniger werden und auf uns gute Zeiten warten.
Molukken: Wir wollten ein Abenteuer, wir bekamen ein Abenteuer
Nach der Ankunft auf den Molukken, sollte sich das erst einmal bewahrheiten. Wir wurden direkt mit den allerschönsten Seiten der Insel und unglaublich leckerem Essen begrüßt. Ein absolutes High. Der nächste Tag dann der Gegensatz. Der Himmel zog sich zu, Leon hatte erneut (inzwischen nenne ich ihn) Indonesian Belly, wir haben gemerkt, dass hier niemand so wirklich Englisch spricht, und unsere Fähre nach Banda Naira wurde aufgrund von schlechtem Wetter gecancelt.
Die kleine Insel Banda Naira war übrigens der Grund, weshalb wir auf die Molukken geflogen sind. Eine richtige Fähre fährt nur einmal pro Woche. Die Frustration stieg und damit auch der Zweifel an unserer Entscheidung, hierhin zu fliegen. Schließlich war die Anreise nicht gerade günstig und auch recht kompliziert.
Also fanden wir uns in der Situation wieder, entscheiden zu müssen, ob wir uns auf ein Frachtschiff begeben, das 24 Stunden nach Banda Naira fahren sollte und ungefähr 1.000 Passagiere mitnimmt – natürlich ohne jeglichen Komfort und, wie wir im Nachhinein hörten, mit Kakerlaken in den Pritschen.
Da es Leon noch nicht wirklich gut ging und wir keine sichere Aussicht darauf hatten, wie wir von dort wieder zurückgelangen würden (falls auch die Fähre zurück gestrichen wird), haben Leon und ich uns schweren Herzens dagegen entschieden. Wir wollten ein Abenteuer, wir bekamen eines – nur anders als gedacht.
In diesem Moment fiel es mir extrem schwer, mich weiterhin in Zuversicht und Geduld zu üben. Ich wollte eine Lösung und Kontrolle über die Situation. Ich fand recht schnell eine Alternative, denn ich hatte von dem „Tahiti von Indonesien“ gehört, das sich auf der Nachbarinsel Pulau Seram befindet. Während der Anreise verließen mich aus heiterem Himmel alle Zuversicht und Hoffnung, schließlich fuhren wir zwei Stunden bei Sturm auf einer Fähre und drei Stunden in der Nacht über holprige Straßen. Zum ersten Mal hatte ich wirkliche Zweifel an unserer Weltreise, und ich war selbst überrascht, wie schnell sich solche unnötigen Zweifel doch einschleichen können. Am nächsten Morgen konnte ich darüber dann nur noch schmunzeln, denn wir hatten durch Zufall einen der schönsten Orte gefunden, die wir seit Langem gesehen haben. Und erneut lernten wir: Es tut manchmal verdammt weh, etwas aufzugeben, aber an dessen Stelle kann vielleicht sogar noch etwas Schöneres treten. Ein Abenteuer auf einer abgelegenen Inselgruppe braucht eben etwas Zeit und Geduld, und daher darf ich mir jetzt merken, dass ich in Zukunft Vertrauen in den Prozess haben darf.
Während ich diesen Satz schreibe, ist hier übrigens gerade der Strom ausgefallen, und ich sitze jetzt komplett im Dunkeln, sehe nur noch das Licht meines Laptops. Zeit also, um den Text hier zu beenden und langsam schlafen zu gehen.
Fazit unseres zweiten Monats auf Weltreise
Zusammenfassend lässt ich also sagen: der zweite Monat unserer Weltreise war aufreibend, trotzdem würde ich sagen, dass es uns ganz gut geht. Unsere Probleme sind Privilegien, für die wir uns hier jeden Tag glücklich schätzen. Wir spüren Dankbarkeit und können manchmal gar nicht glauben, was wir alles für wunderschöne Erinnerungen und Erlebnisse sammeln dürfen. Trotz allem struggeln wir öfter, als uns lieb ist und das zu akzeptieren ist manchmal schwer. Leon hat die Situation verglichen mit der Phase vor dem Abitur. Man weiß, dass sich bald das Leben grundlegend verändern wird und man freut sich so sehr darauf. Zeitgleich ist man aber in dem Prozess gefangen, gerade noch lernen zu wollen, um die Prüfung möglichst gut abzuschneiden. Der Unterschied zu meinem Abitur damals und heute ist sicher, dass ich meine Prüfungen jetzt wirklich gut abschließen möchte. Irgendwie mag ich die Anekdote, auch wenn ich mir dadurch eingestehen muss, dass die Lernphase noch nicht beendet ist. Das alles erzähle ich jetzt natürlich nicht, um mich zu beschweren. Mir ist es einfach wichtig, ein realistisches Bild von unserer Reise zu zeichnen und vor allem zu den wenigen Ausschnitten, die man auf Instagram sieht, einen Gegenpol zu bieten. Mich hier so zu zeigen ist meine Art mich auszudrücken. Und damit verabschiede ich mich.
Gute Nacht und bis ganz bald,
Eure Lena
Ein Paar unserer bisher schönsten Momente
Bali
- Der erste Sonnenuntergang in Bali mit anschließendem leckeren indonesischen Essen in einem Warung
- Als wir beide die erste Welle beim Surfen in Canggu geritten haben
- Die erste Yoga Stunde beim Surf & Yoga Retreat, bei dem wir waren – besonders aufgrund der tollen Lehrerin
- Als wir beim Surf & Yoga Retreat ein Vision Board erstellt haben und fast eine Stunde einen wirklich tiefen Austausch mit fast fremden Leuten hatten
- Ankunft in Ubud im Basundari Retreat – dieser Ort hat Energie, Seele, wunderbares Personal und ist so eine Inspiration und Erholung
- Eines der Abendessen in Ubud, als ich Leon spontan in ein etwas schickeres Restaurant einlud
- Die vielen Kokosnüsse, die wir nach dem Surfen am Strand getrunken haben
- Das Treffen mit meinem ehemaligen Chef Moritz, seiner Freundin und meinem ehemaligen Kollegen Yannic 🙂
- Einen ganzen Vormittag die Reisterrassen abseits der Touristenströme in Ubud zu erkunden
- Als Leon mit Kindern im Meer schwimmen und spielen war
- Der Nachmittag, als ich mir das Tattoo hab stechen lassen
- Die (Party-)Fähre nach Lombok mit dröhnender lauter Musik und Bier, dass einem permanent gebracht wurde




Lombok
- Die erste Rollerfahrt zum bekannten Selong Belanak Café, als wir durch Zufall ein Café mit exzellentem Café und einer unglaublichen Aussicht gefunden haben – und unseren ersten Wasserbüffeln über den Weg gefahren sind
- Der erste gemeinsame Abend in der Co-working Villa
- Der erste Sunset-Surf, bei dem ich auch das erste Mal in tiefem Wasser surfen war und man Wellen bis zu 25 Sekunden reiten konnte
- Der erste Sunrise-Surf
- Der Abend, als wir bei einem Lagerfeuer am Strand mit den Freunden aus der Villa vebracht haben und dann Nachts eine Stunde im Meer schwimmen waren
- Der Sonnenuntergang auf dem bekannten Hügel Bukit Merese
- Der Tagesausflug mit Project Hiu, ein Projekt, dass durch Tourismus denn Haifang reduziert
- Als wir bei einem Tagesausflug zu den Secret Gilis alleine auf einer wunderschönen Sandbank standen
- Das schnorcheln bei den Secret Gilis mit all den bunten Fischen
- Mit dem Roller durch die Reisefelder in Tetebatu zu fahren
- Coconut-Oil Processing Workshop in Tetebatu, man hat sich als Teil der Familie gefühlt
- Ausflug zu den bekanntesten Wasserfällen in Lombok
- Rollerfahrt von Tetebatu nach Sembalu über eine Passstraße und durch den Dschungel
- Yoga in einem der schönsten Yoga-Shalas mit Blick aufs Meer mit anschließendem leckeren Brunch




Molukken
- Erster Tag, als Leon und ich die Insel erkundet haben und in kurzer Zeit so viele schöne Orte (Leon sagt: das leckere Meer!) gesehen haben
- Als ich random am Strand ein Karaoke-Song singen durfte und Leon mit eingestimmt hat
- Abendessen in einer der schickeren Restaurants der Stadt mit dem besten Tunfisch seit Langem
- Als wir morgens das erste Mal in einem Overwater-Bungalow aufgewacht sind, nachdem zuvor Nachts angekommen sind
- Nach dem Aufstehen direkt ins kristallklare blaue Meer zu springen und zu schnorcheln
- Dschnugel-Tour mit einem Guide, der mehr als faszinierend und lustig war und uns verrückte Dinge hat machen lassen (z.B. Wasser aus einem Baumstamm zu trinken)
- Als wir nach der Dschungel-Tour in seinem Guesthouse ankamen und die schönste Aussicht überhaupt hatten mit unzähligen Schmetterlingen und einem Papagei, der vorbeiflog
- Als wir in einem Dorf das Highlight waren und ca. 30 Kinder für Fotos angerannt kamen
- Spaziergang von unserem Wasserbungalow-Resort durch ein Dorf zu einem anderen Strand – die Landschaft war nicht nur wunderschön, sondern die Kinder so süß. Als es angefangen hat zu regnen haben Leon und ich in einem Bungalow am Strand gesessen, aufs Meer geschaut und beschlossen als nächstes nach Vietnam zu fliegen
- Schnorcheln und Mittagessen am Pantai Ora – einem wunderschönen Korallenriff, dass vor einer Steilklippe liegt
- Gemeinsames Abendessen mit einem Paar aus den Niederlanden, die sehr inspirierend und super unterhaltsam waren
- Das letzte Abendessen auf der Hauptinsel Ambon, bei der Leon und ich einfach alles bestellt haben und es SO gut war



Ein paar unserer bisherigen Herausforderungen
- Extreme Hochs und Tiefs in kürzester Zeit zu verarbeiten
- Streitpotenzial in der Beziehung, wenn man wenig Freiraum hat
- Entscheidungen zu treffen, wenn es zu viele Optionen gibt
- Geduld mit der Arbeitsweise und den Erwartungen von Menschen in anderen Kulturen
- Zweifel am Sinn der Reise und an den eigenen Entscheidungen
- Unvorhersehbare äußere Umstände wie Krankheit, Stürme oder Verkehrsprobleme haben uns den Reisealltag erschwert
- Selbstzweifel über die Reiseentscheidung und die eigene mentale Stärke
Ein paar unserer bisherigen Erkenntnisse
- Manchmal muss man loslassen, damit etwas noch Schöneres entstehen kann.
- Jede Entscheidung ist ein Gewinn, auch wenn etwas anderes dafür weichen muss.
- Pläne ändern sich – und das ist okay. Flexibilität ist key!
- Große Abenteuer brauchen Zeit, Geduld und den Glauben, dass am Ende alles gut wird.
- Nicht alles ist kontrollierbar – und genau darin liegt der Reiz des Reisens.
- Gemeinsames Arbeiten kann die Beziehung stärken und neue Fähigkeiten sichtbar machen.
- Tiefpunkte gehören dazu – aber oft folgt darauf ein Highlight.
- Reisen ist nicht nur „Bilderbuch-Momente“ – die Realität hat dann doch sehr viele Ecken und Kanten.
- Zweifel kommen und gehen – aber sie bestimmen nicht die Reise.

Hinterlasse eine Antwort zu 3 Monate unterwegs, 12 Monate im Wandel: Mein Jahresfazit – Gedanken im Gepäck Antwort abbrechen