Bali: die Insel zwischen Traum und Realität

Als ich diesen Text anfangen wollte, war mein erster Gedanke: Wie soll ich über Bali schreiben? Ich habe SO viele Gedanken zu Bali! First of all: Ich verstehe den Bali-Hype! Dennoch muss ich sagen, dass ich selten einen Ort erlebt habe, der so authentisch und gleichzeitig so inszeniert wirkt. Selten einen Ort, den ich einerseits mochte und andererseits nicht. Zwei Gegensätze auf einer Insel. Aber starten wir von vorne – dieser Beitrag wird etwas länger!

Die Planung: Einfacher als gedacht

Um mit etwas Positivem über Bali zu beginnen: Die Reiseplanung für Bali fiel uns überraschend leicht, nachdem wir uns einen groben Überblick verschafft hatten. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass man sich bei der Planung auch schnell verzetteln kann. Denn Bali ist größer, als man denkt, und hat zahlreiche sehenswerte Orte. Gerade im Bereich der Unterkünfte bietet die Insel eine große Bandbreite – von luxuriösen Resorts und Bali Villas bis hin zu authentischen Guesthouses, günstigen Hotels und Hostels. Wir haben unsere Unterkünfte meist ein bis sieben Tage im Voraus gebucht und hatten trotz der Kurzfristigkeit immer eine gute Auswahl. Mit einem Budget von 25 bis 80 Euro pro Nacht haben wir – bis auf eine Ausnahme – wirklich traumhafte Unterkünfte gefunden. In Europa würde man für diese Standards deutlich mehr zahlen. Kleiner Tipp am Rande: Es lohnt sich auf Bali wirklich, Bewertungen zu lesen, besonders wenn es um Bauarbeiten oder Schimmel geht.

Auch die Organisation der Transportmöglichkeiten erwies sich als unkompliziert: Man kann sich fast überall einen Roller ausleihen oder über die Apps Grab und Gojek Fahrer bestellen, die einen entweder auf dem Motorrad oder im Auto herumfahren – alle Varianten sind super einfach und günstig. Allerdings hat Bali ein ernsthaftes Verkehrsproblem. Zwei Stunden für 10 Kilometer sind keine Seltenheit, was die eigene Geduld oft auf die Probe stellt. Übrigens: Bürgersteige ohne Löcher sucht man an vielen Orten vergeblich, und öffentlicher Nahverkehr existiert schlichtweg nicht.

Bei den Fähren läuft alles etwas geordneter ab: Es gibt feste Zeitpläne, und die Preise variieren je nach Anbieter. Hier gilt: Augen auf bei der Auswahl, denn die Unterschiede zwischen den Booten sind teils enorm. Auch wenn ich die Flexibilität bei der Fortbewegung auf Bali extrem geschätzt habe, würde ich sagen, dass der Insel ein wenig weniger Flexibilität und dafür eine bessere Verkehrslage guttun würde. Aber das wird sich wohl so schnell nicht ändern.

Am Ende führte uns unsere Route übrigens von Uluwatu im Süden über Canggu und Ubud bis nach Padangbai im Osten. Gerne hätten wir auch noch Sidemen und Amed sowie ein, zwei weitere Dörfer im Landesinneren gesehen. Allerdings hätte das bedeutet, dass wir noch länger auf Bali hätten bleiben müssen – und weder Leon noch ich hatten das so richtig gefühlt. Wir haben mal wieder Hummeln im Hintern und möchten noch mehr von Indonesien und seiner Kultur entdecken.

Unsere Eindrücke: Bali, die Insel der Kontraste

Bali ist wunderschön und geprägt von einer tief verwurzelten Tradition, die man an jeder Ecke der Insel spürt. Bali ist aber auch: im Stau stehen und von touristischen Angeboten überrannt werden. Bali ist, an einem Tag an traumhaften Stränden zu sein, die sowohl weiß als auch schwarz sein können. Bali ist aber auch, an Strände zu geraten, die eher dem Ballermann ähneln (wobei der Strand dort sogar schöner ist!) und vor allem feiernde, betrunkene Touristen anziehen. Bali ist, zufällig an hunderten Tempeln vorbeizufahren und unverhofft in eine der vielen hinduistischen Zeremonien hineinzustolpern – schließlich gibt es auf der Insel über 230 davon im Jahr. Bali ist, wo jeden Morgen frische Canang Sari (Opfergaben) auf Straßen und Altäre gestellt werden und die Luft nach Räucherstäbchen duftet. Bali ist, für ein „fancy“ Frühstück das Vierfache zu zahlen, was man für ein lokales Abendessen ausgeben würde. Bali ist, wo man unglaubliches Essen genießen kann – sowohl traditionelle indonesische Gerichte als auch Speisen aus anderen Kulturen – und sich dennoch fast jeder den berüchtigten Bali Belly einfängt. Bali ist, wo ein Blister Medikamente 5 Euro kostet, während ein Abendessen nur 2 Euro kostet. Bali ist sogar der Ort, an dem ich das erste Mal meine Leidenschaft für Yoga überdenken musste.

Wie auch Japan ist Bali einfach nicht so leicht in Worte zu fassen. Es ist reich an Kultur, bietet üppige Landschaften, die schönsten Reisfelder, traumhafte Strände, zwei beeindruckende Vulkane und vieles mehr. Doch Bali ist auch ein Ort voller Gegensätze, an dem vieles aus dem Ruder läuft.

Bevor Leon und ich nach Bali gereist sind, hatten wir bereits von vielen Seiten eher negative Vorurteile gehört. Zu den häufigsten gehörten:

  • Der Verkehr ist chaotisch.
  • Überall wird gebaut.
  • Jeder bekommt Bali Belly.
  • Alles rund um Ärzte und Medikamente ist extrem teuer.

Und was soll ich sagen? Mein erster Eindruck war: „Hier wird ja wirklich überall gebaut, der Verkehr ist lebensmüde (wo sind eigentlich die Bürgersteige??) und wo kann ich jetzt bedenkenlos essen?!“

Bali Belly: Mehr als nur schlechtes Essen

Vor der Reise hatte ich riesigen Respekt vor dem gefürchteten Bali Belly – schließlich hatte gefühlt jede Person, die zuvor nach Bali gereist ist, diese Erfahrung gemacht. Bei den ersten Restaurantbesuchen musste ich häufig daran denken und habe mich ständig gefragt: „Was darf ich hier jetzt essen?“ Nach zwei Tagen habe ich jedoch beschlossen, einfach das zu essen und zu trinken, bei dem ich ein gutes Gefühl habe. An dem Abend, an dem ich mir zum ersten Mal dachte: Hier kriegen wir es eh nicht, hat es Leon prompt erwischt. Keine Ahnung, ob ich einfach Glück hatte oder ein so gutes Immunsystem, aber ich blieb verschont.

Da uns einige Leute gefragt haben, wie es war: Kurz und heftig. Alles kam einmal komplett raus, er war am nächsten Tag noch etwas schwach, und danach war es überstanden. Leon hatte zwar ein paar Tage weniger Appetit, aber das war’s dann auch schon.

Doch eigentlich möchte ich hier gar nicht so sehr über Bali Belly sprechen, sondern vielmehr über das grundlegende Problem dahinter. Denn es zeigt deutlich, welche Herausforderungen die Insel jetzt schon hat und wie sich diese in Zukunft verschärfen könnten.

Viele denken, dass Bali Belly nur durch schlechtes Essen oder Hygieneprobleme in Restaurants verursacht wird, aber die Ursachen sind weitaus vielfältiger. Neben Leitungswasser und Bakterien in Restaurants sind auch Geldscheine, Türklinken, Menükarten und viele andere Oberflächen ideale Übertragungswege für die unzähligen Bakterien oder Viren, die man sich auf Bali einfangen kann.

Ein weiteres großes Problem ist, dass Bali (soweit ich weiß) nicht überall über ein funktionierendes Abwassersystem verfügt. Bei starkem Regen fließen die Fäkalien über die Flüsse ins Meer. Viele Touristen, vor allem Surfer, infizieren sich, weil sie unweigerlich Meerwasser schlucken.

Dieser Fakt war für mich irgendwie zwiespältig: Einerseits hat er mich beruhigt, da nicht jede Mahlzeit potenziell „gefährlich“ ist. Andererseits hat er mir eine neue Perspektive auf Bali eröffnet – eine Insel, deren Wirtschaft zu 80 Prozent vom Tourismus abhängt und die gleichzeitig fast vor dem Kollaps steht.

Bali, die Insel der unbegrenzten Möglichkeiten (insbesondere mit Geld)

Was mich an Bali begeistert und gleichzeitig auch schockiert hat, ist das Angebot. Denn Bali bietet alles: luxuriöse Gyms, erstklassiges Yoga, Sportarten wie Tauchen, Surfen und Tennis, unzählige Kosmetikangebote und mehr. Irgendwann habe ich aufgehört, mich weiter zu informieren, weil ich mich schon so nicht entscheiden konnte. Es schien mir, als wäre Bali die Insel der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Insel, auf der man nie so richtig aus der Komfortzone gehen muss, wenn man nicht will. Die Insel, auf der sich Restaurants und Hotels immer wieder gegenseitig übertrumpfen und Dinge erschaffen, die fernab der Realität vieler Personen ist.

Zu meiner Überraschung sind viele Angebote teurer, als ich es für Bali erwartet hätte (abgesehen von lokalem Essen, einfachen Massagen und der Rolleranmietung!). Für ein “fancy” Frühstück, also zum Beispiel eine Smoothie Bowl und einen Kaffee, zahlt man ungefähr zehn Euro, für eine Yoga-Stunde in einem der angesagten Studios ebenfalls. Ein kleines Bier kostet mehr als drei Euro, und Cocktails können an die sieben Euro heranreichen. Ein weiteres Beispiel: Ich hatte nach einem Facial gesucht und viele Angebote gefunden, die über 100 Euro kosteten – das entspricht ungefähr den Preisen in Deutschland. Wer sucht, findet jedoch auch günstigere Alternativen. So habe ich letzten Endes ein durchschnittlich gutes Facial für 20 Euro gebucht.

Ähnliches gilt für Kleidung. Ich habe eine kurze Yoga-Hose gesucht, und die Preise lagen bei etwa 60 bis 70 Euro. Für eine Insel wie Bali, auf der Personal- und Raumkosten um ein Vielfaches niedriger sind, finde ich das fast schon frech. Aber es gibt einfach zu viele Touristen, insbesondere aus Australien, die diese Preise ohne Probleme zahlen können.

Wenn man es geschickt anstellt, kann man Bali jedoch wirklich günstig erleben. Wir hatten auch Tage, an denen wir nur lokal gegessen, uns mit dem Roller fortbewegt und trotz Massage gerade einmal 30 Euro zu zweit ausgegeben haben. Ich zumindest hatte immer den Drang, auch einige der angesagten Dinge auszuprobieren, um einen Mix aus traditionellem Bali und den so bekannten „fancy places“ der Insel zu erleben. Denn wer nur das traditionelle Bali sehen möchte, sollte sich nicht unbedingt in Uluwatu, Canggu oder Ubud aufhalten.

Was wir von Balinesen lernen können: Verbundenheit!

Zuletzt muss ich sagen, dass Bali wohl die herzlichsten Menschen überhaupt hat. Leon und ich hatten das Glück, viel Kontakt zu Einheimischen zu haben und wurden stets herzlich empfangen – sei es durch die Köchinnen in dem Retreat, das wir besucht haben, unsere Surflehrer oder bei zufälligen Gesprächen auf der Straße. Besonders in weniger touristischen Orten wie Padangbai hat uns jeder gegrüßt, angelächelt, und die Kinder haben uns fröhlich zugewunken.

Wir haben mehrmals tolle Gespräche mit GoJek-Fahrern geführt oder in kleinen Läden, in denen wir Wasser oder Aloe Vera gekauft haben. Was mich besonders beeindruckt hat: Die Menschen haben nachgefragt, wie es einem geht. Ich hatte immer das Gefühl, dass sie wirklich an mir als Person interessiert waren und nicht nur an meinem Geld. Auch ihre Tipps wirkten ehrlich gemeint, und ihr Mitgefühl schien aufrichtig. Das hat mich sehr berührt – besonders im Zusammenspiel mit der Kultur des balinesischen Hinduismus.

Fasziniert hat mich auch, wie die Menschen hier nach dem Prinzip von Tri Hita Karana leben – also in Harmonie mit den Göttern, der Natur und den Mitmenschen. Das ist nicht einfach nur eine Floskel, sondern man spürt es wirklich überall: in den vielen kleinen Opfergaben vor den Häusern und in der Art, wie sie andere Menschen behandeln. Gerade in der heutigen Zeit finde ich diese Lebensweise unglaublich inspirierend. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Balinesen diese Werte einfach leben, ohne viel darüber zu reden.

Wie haben wir uns auf Bali gefühlt?

Während unserer Zeit auf Bali haben wir unterschiedliche Gemütszustände durchlebt. Mal haben wir uns extrem wohlgefühlt, mal überhaupt nicht – je nachdem, wo wir gerade waren. Ich würde sagen, dass ich mich generell wohler gefühlt habe als Leon, weil ich auch in Berlin gerne an hippen Orten unterwegs bin. Leon hingegen hat sich besonders an stark kommerzialisierten Orten wie The Alchemy nicht immer wohlgefühlt.

Ursprünglich hatte mich der ganze Aspekt rund um Yoga und die sportlichen Aktivitäten sehr angesprochen, und ich hatte gehofft, dass wir auf Bali mehr Sport machen würden. Da ich jedoch zu Beginn der Reise erkältet war und Leon dann Bali Belly hatte, kam es nicht ganz dazu. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Leon und ich für ein paar Tage ein Yoga- und Surf-Retreat gebucht hatten. Dort haben wir uns extrem wohlgefühlt und wären gerne noch länger geblieben.

Ansonsten haben wir uns auf Bali jederzeit sicher gefühlt. Naja, abgesehen von den Momenten, in denen ein GoJek-Fahrer mal wieder mit 50 km/h am Seitenrand an allen Autos vorbeigeschossen ist.

Fazit zu Bali – nicht umsonst „The Island of the Gods“

Trotz der vielen kritischen Punkte fällt mein Fazit zu Bali insgesamt positiv aus. Ich glaube, dass auf Bali jeder etwas finden kann, das ihm gefällt und wo er sich wohlfühlt – man muss manchmal nur ein bisschen Mühe hineinstecken und offen bleiben. Meine Illusion vom „coolen“ Bali ist zwar ein Stück weit geplatzt, und ich sehe die Insel nicht mehr ganz als Traumdestination, wie ich es vorher getan habe. Dennoch wurde ich von vielen Erlebnissen und Orten positiv überrascht, habe wunderbare Menschen kennengelernt und eine tolle Zeit verbracht.

Auf Bali haben Leon und ich erneut viel über uns selbst lernen können und aufgehört, die Dinge zu eng zu sehen. Ich habe auf jeden Fall Lust, eines Tages noch mehr vom „richtigen“ Bali kennenzulernen – allerdings zu einem späteren Zeitpunkt. Auch wenn die Insel in vielerlei Hinsicht widersprüchlich und zweigeteilt ist, möchte ich unbedingt zurückkehren. Dann aber ohne Canggu, Seminyak und wahrscheinlich auch Uluwatu. Stattdessen würde ich den Norden, den Osten und das Inland erkunden. Schließlich heißt Bali nicht umsonst „The Island of the Gods“.

Uluwatu ist …

Ein hipper Ort im Süden von Bali mit traumhaften Stränden, atemberaubenden Sonnenuntergängen (besonders an der Karang Boma Cliff) und einem großen Angebot an Luxushotels, Partys, Sportmöglichkeiten, Restaurants und vielem mehr. Das Leben spielt sich vor allem an der Südküste oder rund um den Pantai Bingin ab. Momentan würde ich sagen, dass der Ort noch „im Kommen“ ist, aber in einem Jahr wird er vermutlich aus allen Nähten platzen. Das merkt man leider auch daran, dass überall gebaut wird.

Canggu ist..

Meiner Meinung nach ist Canggu etwas überbewertet – es sei denn, man möchte Party machen oder dort leben. Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung, und ich weiß, dass andere Menschen das ganz anders sehen. Canggu hat definitiv eine beeindruckende Community und ist besonders für digitale Nomaden ein idealer Ort. Für einen Urlaub würde ich es jedoch nicht empfehlen – schon allein wegen der eher unspektakulären Strände und dem chaotischen Verkehr.

Ubud ist..

grün und touristisch, aber trotzdem ruhig. Ich mochte Ubud allein deswegen, weil es ein großes und gutes Angebot gab, aber trotzdem so viele ruhige und schöne Orte. Der Ort hat ein richtiges Zentrum und man kann tatsächlich herumlaufen. Die Straßen sind nicht ganz so voll und in ein paar Minuten Entfernung außerhalb der Stadt befinden sich richtig tolle Hotels, wie z.B. das Bhalance Retreat. Mein Highlight war neben dem Entdecken der Reisterrassen ein kleiner Spaziergang entlang des Campuhan Ridge Walks. Nicht nur, weil ich mich dort habe tätowieren lassen, sondern auch, weil es ruhig und schön ist. Unbedingtes Must-do in Ubud: in ein Day Spa gehen und für 50 Euro (inklusive Massagen, Rosenbad etc.) den ganzen Tag die Seele baumeln lassen. Zudem bitte unbedingt bei Hajuan essen, denn das ist mir Abstand das Beste Essen, was ich auf ganz Bali hatte!

Pantangbai ist..

nicht touristisch, real und irgendwie süß. Die Stadt ist überhaupt nicht sehenswert, aber die Strände herum. Hier kann man die Tradition der Balinesen viel besser spüren und mit den Einheimischen in Kontakt kommen. Leon hat hier mit Kindern im Wasser gespielt und wir haben an schönen Stränden (weiß sowie schwarz) gebadet.

Was also von unserer Reise bleibt..

..sind ganz viele Eindrücke, positive sowie überraschende. Wir konnten uns endlich ein eigenes Bild von der Insel machen und haben jetzt noch mehr Interesse daran, andere weniger touristische Ecken von Bali kennenzulernen. Uns bleiben zudem auch viele neue Skills, die wir erlernt haben, darunter noch besser Surfen zu können. Für unsere nächste Reise wollen wir lieber länger auf Bali bleiben, am besten dort arbeiten und dann auch Orte, wie Amed, Kubu, Munduk und/oder Jatiluwih, Sidemen, Danau Batur und Nusa Lembongan erkunden.

Bali Facts & Tipps

Wissenswertes

  • Bali war drei Jahre von Japan besetzt, was man daran merkt, dass es viele japanische Produkte gibt (davor war Bali übrigens von den Holländern besetzt)
  • Der balinesische Hinduismus ist eine Mischung aus hinduistischen Traditionen, lokalem Ahnen- und Naturglauben sowie buddhistischen Einflüssen, bei dem die Balinesen durch tägliche Rituale, Zeremonien und Opfergaben versuchen, die Balance zwischen den guten und bösen Kräften der Welt zu halten und nach dem Prinzip des Tri Hita Karana in Harmonie mit den Göttern, der Natur und ihren Mitmenschen zu leben
  • In Bali werden im Alltag zwei Sprachen parallel genutzt – Balinesisch für zuhause und bei traditionellen Zeremonien sowie Indonesisch (Bahasa Indonesia) als offizielle Landessprache für Schule, Arbeit und die Kommunikation mit Nicht-Balinesen
  • Bali hat über 20.000 Tempel
  • Bali wird auch „The Island of Gods“ genannt
  • In Bali gibt es 210 Tage im Jahr mit Festivitäten
  • Bali besteht aus 4 Inseln (Bali, Nusa Penida, Nusa Lembongan, Nusa Ceningan)
  • Bali hat mit dem Kitamani dog eine eigene Bali Hunderasse (Einheimische kümmern sich um die Hunde vor Ort!)
  • Weirder Fact: Wenn man verheiratet ist und schwanger wird von einem anderen Mann, gehören die Kinder trotzdem dem Ehemann
  • Man braucht über 4 QR Codes, um in Bali einzureisen
  • Es ist viel heißer, als man denkt
  • Das Englischlevel ist solide, man kann sich zumeist verständigen

Transport

  • In Bali herrscht Linksverkehr
  • Die meisten Bürgersteige (gerade in Uluwatu und Canggu) haben viele Löcher
  • Straßen sind teilweise so schmal, dass sogar Scooter im Stau stecken bleiben
  • Städte gehen nahtlos in neue Städte über (man bemerkt meist nicht, dass man eine andere Stadt verlassen hat)
  • Der Verkehr ist wirklich crazy
  • Alles läuft über GoJek und Grab
  • Es gibt keinen öffentlichen Nahverkehr

Essen

  • Viele Restaurants & Dienstleister nehmen 2-3% Gebühr auf Kartenzahlungen, das ist aber illegal
  • Alkohol ist vergleichsweise teuer (3€ für kleines Bier)
  • In Bali isst man gerne gerieben Käse auf Desserts
  • Desserts, die auf balinesischen Menükarten stehen, sind eigentlich deren Frühstück
  • In Bali bekommt man guten Kaffee
  • Man bekommt meistens kostenloses gefiltertes Wasser, wenn man fragt – frag am besten NICHT nach tap, sondern filtered

Links, die wir während der Reise genutzt haben

4 Antworten zu „Bali: die Insel zwischen Traum und Realität“

  1. Avatar von Stefan
    Stefan

    Liebe Lena,

    Dein Blog über Bali war wie immer sehr lesenswert. Du hast dich nicht nur auf deine Reiseerlebnisse beschränkt, sondern auch deine Info über Bali mit uns geteilt. Es war für mich viel Neues dabei.
    Vielen lieben Dank dafür und noch eine schöne erlebnisreiche Weiterreise.

    Stefan

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  2. […] der Suche nach Abenteuern abseits von großen Touristenmassen sind. Im November reisten wir durch Indonesien fanden wir uns langsam in die Reise ein und merkten, dass wir doch viel mehr aufeinandersitzen, als […]

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  3. […] Herzens, das Land zu verlassen und weiter nach Indonesien zu fliegen – genauer gesagt: nach Bali. Während ich Bali in meinem Kopf total überromantisierte, merkte ich ziemlich schnell, dass nicht […]

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