Japan 🇯🇵
Das Land der Widersprüche und „WOWs“
Genau zwei Wochen haben wir in Japan verbracht, und was soll ich sagen: Dieses Land ist irgendwie verrückt und doch ganz anders, als man es sich vorstellt. Es fühlt sich durchgehend an wie ein Fiebertraum oder ein Film, in dem man gerade selbst mitspielt.
Japan ist ordentlich und strukturiert, schnell und organisiert. Japan ist prüde, aber hat es auch faustdick hinter den Ohren. Japan ist wunderschön, insbesondere ästhetisch und fotogen und trotz allem rough. Japan ist freundlich und zuvorkommend und kann doch ganz anders sein im Verborgenen. Japan ist vielseitig und kulturell geprägt und trotz allem überall ähnlich. Japan ist, wo Zen Buddhismus und Achtsamkeit eine große Rolle spielen und man sich trotzdem zu Tode arbeitet. Japan ist einfach nicht so einfach zu beschreiben.

Wie war die Planung der Reise?
Schon allein bei der Planung dieser Reise haben Leon und ich gemerkt, dass Japan anders herausfordernd ist. Denn was will man überhaupt sehen? Die Auswahl der Orte war aufgrund der unzähligen Möglichkeiten schwer festzulegen. Deswegen haben wir im ersten Schritt kurz die Preise für Unterkünfte geprüft, um dabei recht schnell zu bemerken, dass wir nicht mehr als zwei Wochen in Japan bleiben wollen. Denn ja: Der japanische Yen ist extrem gefallen und daher ist Japan für deutsche Reisende wieder deutlich erschwinglicher geworden; günstig ist aber weiterhin etwas anderes. Dazu aber gleich mehr. Aufgrund unserer begrenzten Zeit haben wir uns für relativ nah beieinander liegende Orte entschieden: Osaka (3 Nächte), Kyoto (3 Nächte) und Tokyo (5 Nächte). Zwischendrin haben wir für zwei Nächte noch einen Abstecher in die japanischen Alpen (Hida bzw. Takayama) gemacht, um auch Natur und die Kleinstadtidylle kennenzulernen.
Bei der Auswahl der Unterkünfte haben wir uns zu Beginn etwas schwergetan, denn für 100 Euro die Nacht schläft man in der Regel in 12 qm kleinen Zimmern mit einem Plastikbad – wenn denn überhaupt ein eigenes Bad inkludiert ist. Wenn man etwas zu spät dran ist mit der Buchung, etwa eine Woche vorher an einem Wochenende in Kyoto, zahlt man auch schon mal 170 Euro für ein Hostel (aber wenigstens mit eigenem Bad). Da Leon und ich eigentlich beide großen Wert auf schöne und ästhetische Unterkünfte sowie eine gute Lage legen, wussten wir schnell, dass wir unsere Erwartungen herunterschrauben wollen, um die Städte mehr genießen zu können. Immerhin sind wir ja noch weitere acht Monate auf Reisen und wollten nicht schon zu Beginn viel zu viel Geld verprassen. Kleiner Spoiler: Dass wir zu viel Geld in Japan ausgeben, war uns schon bewusst, dennoch war es dann doch noch einmal mehr, als gedacht. Denn Japan ist leider auch ein Land des absoluten Konsums mit gefühlt unbegrenzten Möglichkeiten.
Was sind unsere Eindrücke von Japan?
Japan, das Land des Konsums & Essens
Ich habe spaßhaft immer zu Leon gesagt, dass ich drei große Probleme in Japan habe (natürlich sind das keine Probleme, sondern der absolute Luxus!):
- Ich will alles fotografieren (weil alles ästhetisch und schön aussieht)
- Ich will alles essen (weil es überall und an jeder Ecke so viel Angebot gibt und auch alles lecker schmeckt)
- Ich will alles kaufen (weil es überall so viele schöne Dinge gibt, die ich selbst in Berlin noch nie gesehen habe)
Immerhin konnte ich mich bei letzterem aufgrund des mangelnden Platzes in meinem Backpack zurückhalten, sonst wäre Japan wohl noch teurer geworden. Aus Marketing-Sicht muss ich allerdings sagen: Chapeau. Die Japaner machen das richtig smart und wissen, wie sie viele Leute in ihren zahlreichen Shops bekommen. Auch da kann man sich einiges abschauen, insbesondere für die deutsche Gastronomie. Für mich ist das Essen in Japan ein absolutes Spektakel und kaum zu überbieten. Dabei war ich mehr als erschrocken, dass Japan doch so wenig vegetarisch lebt. Wenn man kein Fleisch oder Fisch essen möchte, muss man in Restaurants ganz genau hinschauen. Selbst bei Mc Donalds gibt es außer Pommes nichts vegetarisches oder veganes, was ich immer als ein ganz gutes Barometer für ein Land sehe. Trotz allem kann man hier auch vegan und vegetarisch ganz auf seine Kosten kommen, man muss allerdings etwas suchen und kann nicht wirklich so viel probieren und vor allem nicht spontan probieren, wie wir das gemacht haben.
Über Mode müssen wir erst gar nicht anfangen zu reden, denn how the hell schaffen es alle Menschen in Japan so gut gestyled auszusehen? Überall, wo man hinsieht, egal welches Alter, zwar überwiegend Frauen, aber auch seeehr viele Männer. Leider glaube ich, dass genau dieser Anspruch (also immer gut auszusehen) überhaupt nicht gesund ist und für viele eher Druck als Spaß bedeutet. Trotz allem hat mich das extrem überrascht und auch sehr inspiriert.
Was man von Japanern lernen kann – oder auch nicht
Generell hatte ich das Gefühl, dass man von der japanischen Bevölkerung und der Kultur sehr viel lernen kann, auch wenn diese für mich oftmals im Widerspruch stand.
Bewegt man sich in Japan fort, merkt man schnell, dass Japaner uns einiges voraus sind. Das fängt am Flughafen mit ultra schnellen Security und Passport-checks an, geht über Schnellverbindungen im Shinkansen (innerhalb von 2,5 Stunden von Kyoto nach Tokyo) weiter und bei der Pünktlichkeit der Bahnen weiter. Alles ist so ordentlich, sauber und auch leise. Und das sogar in Tokyo, wo über 20 Millionen Einwohner leben. Allerdings kann ich auch hier sagen: Tokyo ist bei Weitem nicht so sauber und leise wie der Rest des Landes. Ein Vergleich zu Berlin ist da gar nicht so weit hergeholt, nur eben noch viel schriller, größer und eben auf Japanisch.
Spannend finde ich auch, dass man in diversen Tempeln in Japan schnell merkt, nach welchen Prinzipien die japanische Bevölkerung erzogen wird. Und ich meine ganz bewusst erzogen. Denn bereits in Tempeln kann man Schriften erwerben, auf denen bei den von mir erworbenen stand, dass es das höchste und treuste Gut ist, einer Arbeit nachzugehen und für andere zu dienen. Dass es die größte Sünde ist zu Lügen und dass man freundlich zu anderen sein sowie nicht klagen oder andere hassen soll. In Japan ist das Wir ganz groß, das Ich ganz klein. Das merkt man insbesondere in den Dienstleistungsberufen, bei denen es übrigens teilweise ganz normal ist, dass Friseure mal bis 23 oder 24 Uhr aufhaben und dir der oder die Dienstleistende dich am Ende standardgemäß zur Tür begleitet, mehrmals Dankeschön sagt, sich besonders tief verbeugt und dir sogar noch im Aufzug nachwinkt. Irgendwie tut es dann auch weh, dass man in Japan nicht wirklich Trinkgeld geben soll, weil es nicht üblich ist und teils sogar unhöflich wirken kann. Immerhin erleichtert es viele Dinge beim Bezahlen. Apropos bezahlen: Bargeld spielt hier überraschenderweise eine noch große Rolle!
Was hier auch eine große Rolle spielt, ist Arbeiten. Dass Japan eine extreme Arbeitskultur hat, habe ich schon vorher gehört. Nach ein paar Beobachtungen und mehreren Youtube Videos, die ich mir gemeinsam mit Leon dazu reingezogen habe, bin ich fast schon ein wenig geschockt. Overworking wird hier so auf die Spitze getrieben und glorifiziert, wo kaum anderswo. Abends um 22h in einem Bürogebäude ist es normal, dass mindestens die Hälfte der Lichter noch an sind und die Flure voll sind. Überall sieht man Leute in Anzügen, teilweise rennen oder beim Gehen telefonieren. In der U-Bahn schlafen Leute ein, weil sie sich erholen wollen. Ich habe auch gelesen, dass es angeblich sogar im Büro angesehen ist, ein kurzes Nickerchen zu machen, um zu zeigen, wie hart man schon gearbeitet hat. Das Wort Karoshi bedeutet Tod durch Überarbeitung und ist ein Begriff, den jeder kennt. Ich habe zudem in einem anderen Bericht in der FAZ gelesen, dass ein durchschnittlicher Japaner 80 Überstunden pro Monat macht und damit knapp drei Monate mehr arbeitet als ein deutscher Arbeitnehmer. Irgendwie finde ich den Fakt ernüchternd und auch ein wenig traurig, wenn man bedenkt, dass ihnen durch den Buddhismus doch so viele Werte für Achtsamkeit mitgegeben werden. Doch der Drang nach dem gemeinsamen Streben ist so viel stärker, dass auch der Fakt, dass die Produktivität in Japan nicht einmal viel höher (angeblich sogar niedriger) als in anderen Industrienationen ist, auch nichts daran rüttelt. Zum Ausgleich benötigen Japaner*innen dann ein ordentliches Nightlife, was es wirklich in sich hat.
Hidden Japan – die Kultur rund um Host- & Hostess-Clubs
Bei einer Streetwalking Tour bei Nacht sind Leon und ich tiefer in die Trinkkultur der Japaner eingetaucht und waren fast schon überrascht über den zum einen hohen Alkoholkonsum und zum anderen großen Ansturm auf sogenannte Hostess- und Host-Clubs. Denn scheinbar bleiben Japaner in Gruppen primär unter sich (man spricht nicht mit anderen Gruppen oder anderen Personen bei einer Party), was darin resultiert, dass man Leute primär über Online-Dating oder Privatpartys kennenlernt. Das wiederum resultiert darin, dass obwohl Prostitution hier verboten ist, sich sehr viel hinter verschlossenen Türen abspielt. Am spannendsten fand ich daher den Hype rund um Host- und Hostess-Clubs. Das sind Clubs, in die entweder Männer oder Frauen gehen, um mit Hosts oder Hostessen zu flirten und dafür zu bezahlen, dass dir jemand seine Aufmerksamkeit schenkt. Klingt skurril? Ist aber ein ganz großes Ding in Japan. Es gibt riesige Plakate von den Host-Boys in ganz Japan und diese werden dafür gefeiert, dass sie teilweise Millionen an ihren Kundinnen verdienen. Diese bezahlen mit ihrem Eintritt (so 6 bis 20 Euro pro Tisch pro Stunde) den Club und mit ihren Getränken die Provision der Host-Boys. Dabei wird nicht selten Champagner im Wert von mehreren tausend Euro bestellt. Dass sich das nicht jede Japanerin leisten kann und diejenigen, die sich dann aus Versehen verlieren, in anderen Etablissements landen, ist dabei nicht nur erschreckend, sondern leider auch real. Besonders spannend empfand ich dazu noch, dass es scheinbar gängig ist, dass man nach einer wilden Nacht oder einem guten Date nicht zu Hause landet, sondern in einem sogenannten Lovehotel. Laut unseres Guides waren 10 von 10 Japanern bereits in einem Lovehotel zugange, was ich irgendwie nicht ganz glauben kann, aber auch zeigt, was für eine andere Kultur hier gelebt wird. Zu dem Thema gibt es unzählige Berichte, besonders spannend fand ich diesen einer Bloggerin: https://lifeinjapanisstrange.wordpress.com/2018/07/21/champagner-fuer-1000-e-und-mehr-host-clubs-in-japan/.
Wie haben wir uns in Japan gefühlt?
Für mich ist die Atmosphäre und Feeling in einer Stadt oder in einem Land das wichtigste Puzzleteil, um zu wissen, ob ich mich hier wohlfühle. Wie ich die Reise wahrnehme und ob ich gerne wieder zurückkommen möchte. Die Antwort bei Japan ist: überwiegend sehr wohl, oft aber auch leicht überfordert. Wie oben kurz beschrieben: Wie in einem Film kam man teilweise aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Gerade zu Beginn der Reise mussten wir uns in die neue Kultur einfinden, wie man mit den Japaner*innen umgeht und welche Gesten okay sind und welche nicht. Auch hierzu gibt es glücklicherweise sehr viele YouTube-Videos und Instagram-Reels. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass ich etwas zu laut oder zu unhöflich herüberkommen könnte. Aber selbst, wenn es so war, hat man es den Japanern nicht angemerkt.
Was mir ebenfalls imponierte, ist das Gefühl, jederzeit sicher zu sein. Japan ist das sicherste Land der Welt und das bemerkt man. Wir haben uns jederzeit sicher gefühlt, mussten nie um unsere Wertgegenstände bangen, sondern eher im Gegenteil. Meinem Bruder wurden sogar einmal Dinge hinter hergebracht, als er sie liegen ließ.
Zudem haben wir uns immer gut behandelt gefühlt und hatten nicht einmal das Gefühl, dass man uns übers Ohr hauen will. Das hat mir bei Besuchen in Restaurants oder Ähnlichem immer ein gutes Gefühl gegeben. Ich habe mich nie geärgert und hatte immer das Gefühl, dass man sehr transparent mit uns kommunizierte. Und gerade diese Kommunikation hat mich auch gehört und gesehen gefühlt. Selbst bei einer sprachlichen Barriere hat sich jeder Mühe gegeben, uns weiterzuhelfen, zumeist mit einem portablen Übersetzer. Dadurch hatten wir auch nie Angst zu stranden oder nicht mehr weiterzuwissen, weil Japaner*innen einfach extrem hilfsbereit sind.
Wie ist unser Fazit zu Japan?
Ihr merkt also, ich bin einerseits total begeistert von Japan und doch erstaunt und kritisch. Trotz allem ist Japan ein Land, das man meiner Meinung nach unbedingt gesehen haben muss. Gerade für Food-Liebhaber ist es ein absolutes Paradies! Meiner Meinung nach findet jeder etwas in Japan, was ihn fasziniert. Deswegen würde ich auch denjenigen empfehlen, denen die Kultur bisher noch fremd ist, Japan zu besuchen. Denn trotz der Sprachbarriere (viele Japaner sprechen übrigens auch kein Englisch), kann man in diesem Land sehr viel mitnehmen. Und allein für die Eindrücke und die vielen Wow-Effekte lohnt es sich. Ich glaube, ich habe noch nie in so kurzer Zeit so oft gesagt: wow, das ist das Schönste, das ich seit Langem gesehen habe. Also überzeugt euch lieber selbst davon.
Aber was empfand ich eigentlich als so toll? Für mich war es der Mix aus Natur, Kultur, Essen, Atmosphäre und Überraschungen. Nehmen wir mal Kyoto: das ist eine Großstadt mit unglaublich vielen Bürogebäuden, Luxusmarken und einem großen Stadtkern. Doch da gibt es auch diese kleinen abgelegenen Straßen, Hunderte Tempel und Aussichten, unglaublich viel Tradition, Kulinarik und eine Atmosphäre, die ich so noch nie gesehen habe. Auch die Japaner*innen sind extrem freundlich und zuvorkommend. Manchmal merkt man, dass sie ihr Geschäft machen wollen, aber sie rücken dir nie auf die Pelle. Vor allem Männer nicht, was mehr als angenehm ist! Leider habe ich nur gehört, dass man untereinander nicht ganz so nett und zuvorkommend ist, wie zu Touristen, was ich allerdings nicht wirklich verifizieren kann. So ähnlich ist auch mein Eindruck von Osaka und Tokyo.
Meine must-do’s in Japan
Osaka ist..
..meiner Meinung nach der perfekte Einstieg für einen Japan Urlaub, da man sich langsam an die Kultur gewöhnen kann und nicht ganz so überfordert ist, wie von Tokyo. Osaka ist zudem ein absolutes Food-Mekka (angeblich das Neapel von Japan), weshalb ich die Stadt nur jedem ans Herz legen kann.
Nicht einmal eine Stunde von Osaka entfernt liegt Nara, eine kleine Stadt, in der überall Rehe herumlaufen, die extrem zutraulich sind. Leon und ich waren schon so um 9 Uhr morgens da, was die Stadt zu einer absoluten Idylle gemacht hat. Touristen kommen erst später und die unzähligen Schulklassen ebenso. Nara ist wirklich wunderschön und super idyllisch, insbesondere der Isuien Garten hat es mir angetan – so etwas Schönes habe ich lange nicht mehr gesehen.
Kyoto ist..
.. so sehenswert! Dort hat es uns am besten gefallen, denn diese Stadt hat wirklich alles zu bieten. Tempel, wunderschöne Parks, Urbanität, Nightlife, Shopping, Kultur, ebenfalls gutes Essen und viel mehr. Wir haben hier nur drei Nächte verbracht, ich finde allerdings, dass man hier auch gut und gerne fünf Nächte machen könnte. Ich würde immer lieber länger zurück nach Kyoto als nach Tokyo.
Tokyo ist..
.. cool – super cool! Aber als Person, die gerade aus Berlin gegangen ist, weil ihr es manchmal auch zu viel ist, überfordert Tokyo einfach nur. Trotz allem muss man es gesehen haben, denn diese Stadt ist einfach crazy und so eindrucksvoll. Ich empfehle hier allerdings wirklich eine etwas teurere Unterkunft zu nehmen, die dafür fußläufig an einer JR Linie liegt, da man so wirklich schnell umher kommt. Ansonsten ist es recht normal, so 50 Minuten zu einem anderen Ort zu fahren. Trotz allem: Tokyo muss man erleben, denn nichts Erzähltes, kann diese Atmosphäre und diese Gefühle gepaart mit der Vielschichtigkeit herüberbringen.
Die japanischen Alpen sind..
.. WOW. Eine Idylle, die wie aus einem Film entspringt. Ganz verschlafen, wenig Leute, kaum Touristen und volle Erholung. Leon und ich waren in einem traditionellen Ryokan (das hieß Yatsusankan), was mit über 300 Euro pro Nacht leider nicht ganz günstig war, aber eine unglaubliche Erfahrung. Den ganzen Tag im Yukatan herumzulaufen, wirklich authentische japanische Küche zu essen und in einem privaten Onsen zu baden, war jeden Cent wert. Eigentlich sind wir nach Hida bzw. Takayama gefahren, um ein traditionell japanisches Herbstfest zu sehen, doch die Hotelerfahrung war um einiges eindrucksvoller. Trotz allem konnten mich alle Personen, die bei dem Herbstumzug mitgewirkt haben, sehr beeindrucken. So eine Leidenschaft und Hingabe habe ich bisher noch nie gesehen.
Was also von unserer Reise bleibt..
.. sind wirklich einmalige Eindrücke, die viel überraschender und vielschichtiger waren, als angenommen. Insgesamt hat uns Japan aber auch ein wenig ausgelaugt, denn zu den vielen Eindrücken kamen noch Minimum 20.000 Schritte am Tag. Zudem waren die ersten Tage unserer Weltreise auch emotional extrem anstrengend, eben ein auf und ab der Gefühle. Dazu schreibe ich aber gesondert noch einmal, denn das würde hier den Rahmen sprechen. Trotz allem sind wir extrem dankbar für die Erfahrungen und dass wir mit Japan in eine solch aufregende Zeit starten durften. Doch jetzt benötigen wir erst einmal Zeit, um richtig herunterzukommen und anzukommen und freuen uns deshalb gerade über die entspannte Zeit auf den Philippinen.
Daher bis ganz bald und arigato gozaimasu, eure Lena
P.s.: hier gibt es ein paar weitere Facts über Japan, die hilfreich sind.
Japan Tipps
Essen
- Man kann überall im Land local und sehr gut essen für 500 bis 1.000 Yen pro Person (z.B. Ramen, Soba, basic Sushi o.Ä. – allerdings mit Fleisch und Fisch)
- Es gibt überall 7-Eleven, Family Mart und Lawson, die wirklich gutes convenient Food zu günstigen Preisen liefern
- Man kann Leitungswasser trinken, allerdings schmeckt das eher solala – vending machines verkaufen Wasser für 100 Yen, im Supermarkt gibt’s eine große Flasche für 100 Yen
- Es gibt tausende Shopping-Malls und die Foodcourts darin sind auch wirklich gut!
- Es gibt wirklich überall essen, man braucht keine Angst haben zu verhungern
Geld
- Oftmals kann man nur mit Bargeld zahlen, also immer Bargeld dabeihaben
- Man gibt in der Regel kein Trinkgeld
- Am Tag gibt man schon so 30 bis 50 Euro pro Person aus, basierend darauf, was man machen will. Tempel o.Ä. kosten eigentlich immer Eintritt, dafür meistens nur so 400 bis 500 Yen
Öffentliche Verkehrsmittel
- Das Öffi-Netz ist hier mega gut, Taxi fährt man im Zweifel nur für ganz kurze Strecken. Das kostet so viel wie in Deutschland
- Man zahlt für Öffis immer den Preis nach Strecke, Tagestickets oder Ähnliches gibt es meines Wissens nach nicht
- Shinkansen sind sehr teuer, dafür schnell. Von Kyoto nach Tokyo zahlt man z.B. 75 Euro, Spartickets gibt es nicht, gebucht wird einfach vor Ort am Schalter für den nächsten Zug
Links & Bücher, die wir während der Reise genutzt haben
- Meine Google Maps Liste mit allen Restaurants und sehenswerten Orten: https://maps.app.goo.gl/xWF49DRBqyaCSxVW8
- Ikigai oder Kaizen als Buch (auch via Kindle erhältlich)
- Somebody Feeds Phil – Kyoto auf Netflix
- Witzige & schelle Zusammenfassung von Japans Geschichte: https://www.youtube.com/watch?v=Mh5LY4Mz15o&t=1s
- Youtube Video über Dinge, die nur in Japan existieren: https://www.youtube.com/watch?v=s1m_yhi9oqA
- Wer in die japanische Kulinarik mit Paul Hollywood einsteigen will: https://www.youtube.com/watch?v=DC6mvl5gr1s&t=4410s
- Warum Japan arbeitet, wie sie arbeiten: https://www.youtube.com/watch?v=9Y-YJEtxHeo
- Wieso so wenige Ausländer in Japan leben: https://www.youtube.com/watch?v=pfKwUX4NeT8













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