
Hi, ich bin Lena
.. & nehme euch hier in den nächsten neun Monaten mit auf eine Reise. Genauer gesagt eine Weltreise, die ich gemeinsam mit meinem Freund Leon mache. Aber irgendwie ist es auch eine Reise zu mir selbst, zu unserer gemeinsamen Beziehung und zu Träumen, die in mir schlummern.
Und weil ich schon immer gerne schreibe und gerne auch ungefragt meine Gedanken teile, möchte ich das jetzt auch auf diese Weise tun. In den vergangenen Monaten und insbesondere seit dem Entschluss, meinen Job für eine Weltreise zu verlassen, merke ich noch deutlicher, dass es mir die allergrößte Freude bereitet, Leute zu inspirieren. Leuten etwas mitzugeben und meine Erfahrungen zu teilen. Leuten ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Daher wird dieser Reiseblog vielleicht nicht ganz so wie viele andere. Statt von den besten Tipps für Reiseziel XYZ zu berichten, möchte ich Gefühle und den Vibe herüberbringen. Die Kultur, die Personen vor Ort, auch die Widersprüche und was man von dem Erlebten lernen kann. Eben Gedanken, die ich ohnehin die gesamte Zeit in meinem Kopf habe. Diese auf “Papier” zu bringen, gibt mir selbst schon so viel. Dieser Blog ist also nicht ganz uneigennützig – wenn er dazu noch mindestens eine Person inspiriert, ihr ein Gefühl für die Destination vermittelt oder jemandem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, bin ich mehr als froh. Ein paar Reisetipps wird es aber natürlich trotzdem geben, das kann ich mir natürlich nicht nehmen lassen.
Über unsere Reise
Wir planen aktuell von Oktober 2024 bis Juni 2025 unterwegs zu sein, zumindest haben wir so lange unsere Wohnung untervermietet. Die ersten vier bis fünf Monate werden wir Asien verbringen und dann im März über Französisch Polynesien nach LA fliegen. Von dort aus planen wir nach Zentralamerika und Südamerika zu gelangen, um bis Ende Juni dort unsere restliche Zeit zu verbringen. Wir haben uns beabsichtigt, dazu zu entschieden noch nicht ganz so viel im Voraus zu planen. Auch, weil wir eben nicht wollten, dass sich die Reise wie ein klassischer Urlaub anfühlt. Denn sowohl für Leon als auch für mich bedeutet Reisen viel viel mehr als Urlaub machen. Urlaub sehen wir eher als Erholung vom Alltag. Urlaub ist für uns abschalten und herunterfahren. Reisen ist für uns Wachstum, neue Kulturen zu entdecken, sich weiterzubilden und offen sein. Reisen ist ein stetiger Prozess, bedeutet Mut und auch Toleranz für das Unbekannte. Deswegen lieben wir das Reisen und deswegen machen wir diese große Reise! Und genau deswegen haben Leon und ich auch für über 10 Jahre entschieden, Tourismus zu studieren und unsere Leidenschaft zum Beruf zu machen.
Über mich/uns
Irgendwie ist es gar nicht so einfach einen Text über sich zu schreiben, vor allem, wenn man für eine Reise seinen Job verlassen hat und das typische Business-blabla wegfällt. Daher fange ich mit dem Offensichtlichen an: Ich liebe Reisen und das Entdecken neuer Kulturen (Leon übrigens ebenso). Ich weiß nicht einmal, warum mir das SO viel gibt. Ich finde aber wirklich kaum etwas spannender, als andere Kulturen tiefgründig kennenzulernen. Zu wissen, wie andere Menschen leben, was man von ihnen lernen kann und zu sehen, wie andere Leute glücklich bzw. zufrieden sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich in den vergangenen Jahren nie voller Stolz sagen konnte, dass ich selbst zufrieden bin. Und das trotz der Tatsache, dass ich eigentlich alles hatte. Ich war als COO bei einem Luxusreise-Startup tätig, bin mit Leon verlobt, wohn(t)e in einer 100 Quadratmeter Wohnung in Berlin und habe einen großen Freundeskreis sowie eine liebe Familie, die immer für mich da ist. Irgendwie war da aber immer dieses eine Gefühl. Das Gefühl, dass das nicht wirklich meinem inneren Kern entspricht, dass das hier gerade nicht das ist, was mich glücklich macht. Egal, wie sehr ich versucht habe, mit dem zufrieden zu sein, was ich hatte, ich habe es nicht gefühlt. Und gegen Gefühle kann man eben nichts machen. Sich das selbst einzustehen, war übrigens der härteste und zeitgleich auch befreiendste Schritt daran. Das hat mich glücklicherweise dazu gebracht, meine Leidenschaft darin zu finden, meine Gedanken aufzuschreiben, zu mir selbst zurückzukehren und mehr meinen Träumen mutig nachzugehen. Wie eben dieser Reise. Dass Leon mit mir kommt und aus anderen Gründen diesen Traum ebenfalls verfolgt, macht das zu einem absoluten Highlight meines bisherigen Lebens.
Was man ansonsten noch über mich oder uns wissen sollte? Wir sind bereits über 10 Jahre zusammen und schon durch diverse Höhen und Tiefen gegangen. Wir sind auf eine Art und Weise so unterschiedlich, dass wir uns eigentlich perfekt ergänzen. Und dann sind wir uns doch so oft auch ganz gleich und zwar viel mehr als wir denken. Reisen ist unsere größte Leidenschaft und auch unsere größte Verbindung.
Und gerade auch deshalb sind wir beim Reisen auch ein ziemlich gutes Team. Dass wir beide einen Tourismus-Background haben, macht das ganze ohnehin noch einfacher.
Zum Leid unserer Familie und Freunde haben wir zudem definitiv zu viel Energie, weswegen wir während des Reisens gerne auch mal morgens um sieben Uhr schon unterwegs sind. Wir lieben es Dinge zu erleben, am liebsten außergewöhnliche Dinge. Deswegen kann man uns auch nicht als normale Reisende beschreiben, oder würdet ihr es normal nennen, dass wir manchmal Business Class fliegen, um später in ein Hostel für 20 Euro pro Nacht einchecken oder nach einer Fahrt mit einem ranzigen Bus in ein 350 Euro Hotel einzuchecken?
Wir beide teilen zudem noch eine große Leidenschaft: Food. Während Leon primär gerne isst, kommt bei mir noch viel mehr dazu. Kulinarik ist für mich auch ein Hobby. Ich esse inzwischen alles und probiere auch (fast) alles. Ich liebe es selbst zu kochen und lebe dort meine ganze Kreaktivität aus. Um das ganze Essen auszugleichen, haben wir uns in den letzten Jahren auch zu richtigen Sportskanonen entwickelt. Während ich eine Yoga-Maus geworden bin, die ebenfalls Rad fahren und Spinning liebt, verbringt Leon seine Zeit im Gym. Gemeinsam gehen wir auch joggen, insbesondere in unbekannten Städten.
Ansonsten liebe ich es anderen Personen (insbesondere Leon) eine Freude zu bereiten, bin sehr gerne hilfsbereit und habe gerade in den letzten Wochen wieder eine sehr kreative Seite an mir entdeckt. Ich liebe es, Konzepte zu erstellen, Ideen zu brainstormen und verrückte Dinge in die Tat umzusetzen. Ich würde von mir selbst sagen, dass ich sehr leidenschaftlich und mehr als zielstrebig bin. Ich träume groß und übernehme mich deswegen vielleicht immer ein bisschen mehr, als es zu Beginn gesund ist. Aber auch hier darf ich gerade lernen, dass das im Leben normal ist und ich da noch rauswachsen darf. So wie aus vielen anderen Dingen. Auch deshalb beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit sehr vielen psychologischen Themen, alles rund um Achtsamkeit und dem, was dem Körper und der Seele guttut sowie inzwischen auch mit Spiritualität. Um hier zu einem Ende zu kommen: das ist die Lena, die ich gerade bin. Ich bin gespannt, welche Lena ich in den nächsten neun Monaten werde. Dafür vertraue ich dem Leben und all den kleinen und großen Überraschungen, die auf mich und auch auf Leon warten. Ich freue mich daher schon riesig, meine Erfahrungen und Gedanken mit euch zu teilen!
